Was ist HEMA?
HEMA steht für Historical European Martial Arts – die historischen europäischen Kampfkünste. Grundlage sind erhaltene Fechtbücher und Quellen ab dem Spätmittelalter, aus denen Schwertkampf und historische Fechtsysteme rekonstruiert werden. HEMA ist damit keine Erfindung der Gegenwart, sondern moderne Rekonstruktion: quellenbasiert erarbeitet, mit Schutzausrüstung sicher trainiert und im Partnertraining überprüft.
Was HEMA im Training entwickelt
Langes Schwert, Degen und Säbel schulen Distanzgefühl, Timing, Präzision und taktisches Denken – auf der Waffendistanz, wo Fehler sofort sichtbar werden. Wer HEMA trainiert, lernt Bindung, Vor und Nach, Winkel und Klingenkontrolle. Diese Fähigkeiten machen HEMA zu einem eigenständig spannenden Bereich, den Sie in Villach auch gezielt als historisches Fechten betreiben können.
HEMA im CFC Combat System(s): Bereich Waffenkampf
Bei CFC gehört HEMA zum Bereich Waffenkampf. Dieser Bereich besteht aus zwei gleichwertigen Zweigen: FMA – philippinische Stock- und Klingenarbeit – und HEMA – historisches europäisches Fechten. Beide ergänzen sich: FMA bringt Rhythmus, Winkelarbeit und den Übergang zur leeren Hand, HEMA bringt Distanzarbeit, Struktur und historische Fechtsystematik. Eine Konkurrenz zwischen beiden gibt es bei uns nicht.
Was HEMA bei CFC ausmacht
HEMA bei CFC ist kein Show-Fechten und kein moderner Turniersport. Wir arbeiten mit den historischen Grundprinzipien des Langen Schwerts, des Degens und des Fechtens – Distanz, Winkel, Timing, Struktur – und übertragen sie so, dass sie das Verständnis für Kampfkunst insgesamt schärfen.
Schwertkampf für Anfänger: Was Sie davon haben
Historisches Fechten ist ein idealer Einstieg, auch ganz ohne Vorerfahrung. Der Schwertkampf schult Koordination, Beinarbeit und Reaktionsfähigkeit, verbessert Körperhaltung und Ausdauer und trainiert nebenbei die Konzentration: Auf Waffendistanz zählt jede Entscheidung. Dazu kommt der kulturelle Reiz, mit historischen Quellen zu arbeiten – und der Spaß am Partnertraining in einer kleinen, respektvollen Gruppe in Villach.
Trainingsgerät: Womit wir beim Schwertkampf in Villach arbeiten
Wir beginnen mit Holzwaffen und Kunststoff-Wastern, um Haltung, Hut und Schnittführung ohne Zeitdruck sauber zu erarbeiten. Danach kommt die Feder – das federnde Übungsschwert des historischen Fechtens – zusammen mit Fechtmaske, gepolsterten Handschuhen, Hals- und Ellbogenschutz zum Einsatz. Für die Degen- und Säbelarbeit nutzen wir entsprechend leichtere Klingen mit abgestimmter Balance. Zum Einstieg stellen wir das Übungsgerät leihweise zur Verfügung; wer dabeibleibt, baut sich Schritt für Schritt seine eigene Ausrüstung auf.
Historische Methoden: Quellen, auf denen unser Fechten beruht
Grundlage sind die Fechtbücher der deutschen Tradition – Liechtenauers Zettel mit den Glossen von Ringeck und dem Codex Danzig, später Joachim Meyer – ergänzt um italienische Quellen zur Degenarbeit. Daraus arbeiten wir die vier Leithuten, die Meisterhaue, Bindung und Winden sowie die zeitliche Ordnung von Vor, Nach und Indes heraus. Jede Technik wird zuerst aus der Quelle erklärt, dann langsam geführt und schließlich im freien Partnertraining überprüft. So bleibt historisches Fechten in Villach nachvollziehbar statt beliebig.
Sicher und strukturiert
Trainiert wird mit passendem Übungsgerät, klarer Progression und in ruhigem, respektvollem Rahmen. Wir starten bei den Grundlagen und bauen sauber auf, sodass auch Einsteiger sicher an die Materie herangeführt werden.
Warum bei CFC trainieren?
Wir vermitteln eine strukturierte Ausbildung für Nahkampf und Selbstverteidigung in Villach. Das Training wird persönlich von Sifu Erich Ferlesch geleitet – über 36 Jahre Kampfkunsterfahrung und 25 Jahre praktische Erfahrung im Personenschutz. Der Ausbildungsweg ist klar aufgebaut, die Gruppen sind überschaubar, und jeder Teilnehmer wird persönlich betreut.